Von Bielefeld nach Leopoldshöhe (03. Juni 2018)

Angespornt von unserem Aufruf meldete sich Ute Roggendorf bei Michael Weinmann am 02.06. gegen 14 Uhr. “ Nico und ich sind noch in der Nähe von Bielefeld und könnten den Stein bis nach Leopoldshöhe rollen. Das sind 12 km, die können wir gut schaffen.”

Also hieß es für Michael Weinmann ran an den PC und gucken, welche Kirchen es in Leopoldshöhe gibt. Schnell wurde klar, dass es nur eine Kirche gibt, die der evangelisch reformierten Kirchengemeinde Leopoldshöhe. Die zweite Kirche wurde vor kurzem abgerissen.

Pfarrerin Schnauf war sehr überrascht, dass es keine längere Vorlaufzeit gibt, bis der Stein ankommt. Michael Weinmann erklärte, dass sich das Ganze sehr spontan ergeben hätte. Sie stimmte dann zu, dass der Stein in die Kirche gebracht werden kann, konnte aber zum Zeitpunkt des Telefonats noch keine feste Zusage machen, dass jemand vor Ort sein wird.

Der Stein könne aber auch an der Kirche abgestellt werden, so dass er dann später hineingerollt wird.

Damit war die Unterkunft für den Mühlstein geklärt, jetzt wurde noch Pfarrerin Prüßner-Darkow in Bielefeld informiert, dass am nächsten Morgen der Stein Bielefeld wieder verlassen wird. Mit ihr wurde vereinbart, dass er für den Gottesdienst noch zur Verfügung steht.

In der Zwischenzeit hatte Nico die Route mit seinem E-Bike erkundet, um eventuelle Hindernisse oder Gefahrenstellen vorab abzuklären. Ute telefonierte noch mit der Familie Houben, die aber Heu einbringen musste. Dafür meldeten sich aber Nanni und ihre Schwester Cläre, so dass man sich am Sonntagmorgen gegen 10:00 Uhr an der Johanniskirche in Bielefeld traf. Pfarrerin Dorothea Prüßner-Darkow stellte das Projekt im Gottesdienst vor und richtete auch ihre Predigt auf den Mühlstein aus.

Viele Gottesdienstbesucher zeigten reges Interesse, einige liefen noch ein paar Kilometer mit, aber den Großteil der Strecke waren es nur vier Personen, die den Stein bewegten. Unterwegs ließen sich die vier Roller nicht stressen, kehrten unterwegs zum Kaffeetrinken ein. Es ging vorbei an Erdbeerfeldern und auf einem Spielplatz war man plötzlich wieder Kind und schaukelte.

Gegen 16:00 Uhr erreichte die kleine Gruppe die Kirche in Leopoldshöhe. Wie erwartet war die Tür verschlossen, aber im Gemeindehaus gab es eine Veranstaltung. Auf Nachfrage half hier Herr Zurheiden und schloss die Kirche auf, so dass der Mühlstein am Abendmahltisch abgestellt werden konnte. Zum Abschluss gab es noch ein Eis und um 17:00 Uhr fuhr der Bus zurück nach Bielefeld.

So ging eine weitere Etappe mit interessanten Begegnungen zu Ende.