Suche Frieden – biete Stein: Von Iserlohn nach Unna (29. April 2018)

Heute hieß es für Pfarrer Tom Mindemann Abschied zu nehmen vom Mühlstein mit Symbolcharakter. In der Johanneskirche nahm er beim Gottesdienst der Konfirmanden nochmal kurz Bezug auf den Frieden in der Welt und dann wurde der Stein vor die Kirche gerollt.

Die heutige Etappe war fast eine Familienveranstaltung, denn neben seinem Sohn Jonas und seiner Freundin Angi Coers begleiteten nur noch Stefan Höne nebst Lebensgefährtin Dörte Rathsfeld, Michael Flossbach auf der Etappe.

Beim Start gegen 10 Uhr stand noch nicht fest, wo genau der Stein in Unna die beiden Nächte bis zum Tag der Arbeit verbringen würde. Das war die Herausforderung für Michael Weinmann, der im Hintergrund alles administrativ begleitete.

Während der Mühlstein in Bewegung versetzt wurde, kontaktierte er neben diversen Katholischen Kirchen auch die Jüdische Gemeinde und die Türkisch Islamische Gemeinde in Unna. Die Synagoge wird momentan restauriert, hieß es und von der islamischen Gemeinde kam ein klares “Nein“.

Nachdem er über eine Suchmaschine, die Pfarrei St. Katharina in Unna herausgesucht hatte, rief er zuerst alle Seelsorgerinnen und Seelsorger an und nahm parallel über Facebook Kontakt auf.

Über Facebook kam die Antwort, dass um 18 Uhr ein Gottesdienst in der Kirche St. Katharina stattfinden würde und dort der zuständige Pfarrer direkt gefragt werden könnte.

Die kleine Gruppe näherte sich stetig dem Zielort und gegen 14:45 Uhr stand dann fest, dass der Mühlstein in der Kirche St. Katharina bleiben durfte.
Möglich gemacht hat das Ganze Edgar Terhorst, seines Zeichens Seelsorger im Lebenszentrum und Katharinen-Hospital. Er er hatte die Nachricht auf dem Anrufbeantworter abgehört, bei einem kurzen Rückruf weitere Informationen eingeholt und dann den zuständigen Pfarrer Paul Mandelkow informiert.

Dieser war sofort begeistert und stimmte unserer Anfrage wohlwollend zu.

Gegen 16:30 Uhr erreichte der Mühlstein die historische Altstadt von Unna. Dort fand noch bis 18:00 Uhr der so genannte Autofrühling statt. Mittendrin stand dann plötzlich ein ins Rollen gebrachter Mühlstein. Besucher des angrenzenden Cafés waren sehr erstaunt und dadurch neugierig. Flugs waren auf jedem Tisch die mitgebrachten Flyer verteilt und es begann das ein oder andere Gespräch.

Danach ging man einige Straßen weiter bis zur Katharinenkirche. Dort standen bereits die Türen weit offen, der Stein wurde an seinem Platz gerollt und die Gruppe machte sich auf den Weg zum Bahnhof, um nach Iserlohn zurückzukommen.

Unser Dank gilt Pfarrer Mandelkow zu seinem Team.
Die Fotos stammen von Jonas und seiner Freundin sowie Michael.